Fossile Energie - CReality

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Fossile Energie

Ökologische Ordnung

Circular Economy mit ausschliess-lich erneuerbare Energie


[english text here...]

Thesen zur aktuellen Problematik
1. Der tägliche Ölverbrauch weltweit wird für das Jahr 2020 auf rund 100 Millionen Barrel geschätzt.
2. 2019 lag der Anteil von Kohle, Erdöl und Gas zusammen immer noch bei mehr als 84% des weltweiten Energieverbrauchs, kaum weniger als 2009 bei damals 87%.
3. Atomenergie wird immer noch ausgebaut oder gar als "grüne Energie" verkauft, trotz hohen Risiken, Umweltschäden (radioaktive Abfälle) und CO2-Emissionen beim Uran-Abbau.

Lösungsansätze
-Umbau aller Unternehmen nach dem Prinzip des "Zero-Emission-Concept":
+grundsätzlich keinen Abfall, weder fest noch flüssig oder gasförmig produzieren;
+alle Rohstoffe, Einsatzgüter und Zwischenprodukte vollständig verwerten;
+wenn trotzdem Abfälle entstehen, diese zur Wertschöpfung durch andere Industrien nutzen.
-Ausbau und Erneuerung der Stromnetze,
-dezentrale Herstellung von erneuerbarer Energie,
-Belohnung von Energiesparen
-Anreize zur Reduktion von Transporten und Mobilität.

Diskussion
Ziel muss sein, flächendeckend eine Circular Economy aufzubauen mit zirkulären Wirtschaftskreisläufen, in denen entweder keine Abfälle in fester oder flüssiger Form oder als Abgase entstehen, oder in denen alle Abfallprodukte wieder in den Produktionskreislauf der eigenen Produktion oder als Rohstoffe in die Produktionskreisläufe anderer Unternehmen einfliessen. Die Clusterentwicklung von Unternehmen, die nach den Prinzipien der Circular Economy arbeiten, ist zu fördern.
Das Konzept der „Zero Emission" beinhaltet ein Upsizing wirtschaftlicher Prozesse und unternehmerischen Handelns. Dieser Ansatz ging vom „Zero Emission Research Institute" in Tokio aus, das 1994 an der Universität der Vereinten Nationen in Tokio gegründet worden war. Bis 2010 hatten bereits rund 2800 japanische Unternehmen darauf hin gearbeitet, das Ziel von Zero Emissions zu erreichen (vgl. Pauli 2010:26). Dabei besteht die Grundidee dieses Ansatzes darin, eine Industrie aufzubauen, deren Unternehmen so untereinander vernetzt sind, dass die Nebenprodukte der einen als Rohstoffe durch die anderen genutzt werden. Wenn man bedenkt, dass viele Rohstoffe als Grundprozesse für industrielle Produktion nur gerade 5 oder 10 Prozent des Rohstoffträgers ausmachen und der Rest meist weggeworfen oder verbrannt wird, zeigt sich schnell, welch grosses Potenzial in einem solchen Ansatz liegt.
Der Zero Emission-Ansatz beruht darauf, dass die Produktionsprozesse nicht mehr als lineare, eindimensionale Herstellungsprozesse in Sinne von Input (Rohstoffe) → Output (Produkt) + Outcome (Abfallprodukte) verstanden werden, sondern als gegenseitig vernetzte und auf einander abgestimmte Produktionsprozess-Netzwerke, die gegenseitig die Abfallprodukte als Rohstoffe für ihre eigene Produktion nutzen. Ähnlich wie in Biosystemen die einzelnen Organismen komplementär zusammenwirken, werden dabei die Akteure Teil eines komplexen, aber ganzheitlich funktionierenden Produktionssystems. Dabei ist die Vielfältigkeit der Prozesse die Grundbedingung und gleichzeitig das Charakteristikum der Produktion. Statt eindimensional gedachtes „Überleben des am besten Angepassten" geht es um eine „Evolution durch Interdependenz und Kooperation" (Pauli 2010:42), wobei der industrielle Produktionsprozess dem Funktionieren natürlicher Ökosysteme nachempfunden und nachgebaut wird.
Fazit: „Zero-Emissions bedeutet, dass jeglicher Abfall zu Wertschöpfungszwecken genutzt wird. Der Abfall kann dort, wo er entstanden ist, recycelt werden, oder als Vorleistung für andere Industrien dienen. Hierbei handelt es sich um einen integrierten Ansatz und als solcher unterscheidet er sich von der auf Kernaktivitäten ausgerichteten linearen Strategie" (Pauli 2010:96).

"2019 wurden immer noch etwas über 84% des weltweiten Energieverbrauchs durch fossile Energien Kohle, Erdöl und Gas abgedeckt, 2009 waren es 87%, ein geringer Fortschritt in 10 Jahren, um die Abhängigkeit von fossilen Energien zu reduzieren. Den höchsten Anteil hatte Erdöl mit über 33%, vor Kohle mit 27% und Gas mit 24,2%. Atomenergie machte 4,3% aus und Wasserkraft und andere erneuerbare Energien kamen zusammen auf einen Anteil von 11,4%. Während der Anteil von Kohle und Erdöl am Gesamtenergieverbrauch in den vergangenen 10 Jahren leicht gesunken ist, konnte Gas den Anteil steigern.  Bezogen auf die CO2-Emissionen ist das eine positive Entwicklung, da Gas bei der Verbrennung, verglichen mit Kohle und Erdöl, wesentlich weniger CO2 ausstößt. Die Gewinnung Erneuerbarer Energie aus Wasserkraft ist mit 6,4% stabil geblieben, während Energie aus anderen erneuerbaren Energiequellen in den vergangenen 10 Jahren von 1,2 % auf 5 % gestiegen ist" (Psenner 2020).

Forum


Angeführte Literatur
- Flämig, Dieter / de Maizière, Lothar (Hrsg.)
2016:   Weiter Denken. Von der Energiewende zur Nachhaltigkeitsgesellschaft. Plädoyer für eine bürgernahe Versöhnung von Ökologie, Ökonomie und Sozialstaat. Berlin/Heidelberg: Springer Vieweg.
- Pauli, Gunther
2010:  Neues Wachstum. Wenn grüne Ideen nachhaltig "blau" werden. Die ZERI Methodik als Startpunkt einer Blue Economy. Berlin: Konvergenta Publishing.
- Psenner, Monika:
2020: Abhängigkeit von fossiler Energie. 30.8.2020. Community-Beitrag im Internet: Link.

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Buchhinweise  
Christian J. Jäggi
Säkulare und religiöse Elemente einer ökologischen und nachhaltigen Gesellschaftsordnung. Eine Zusammenschau.  Band 5.
Marburg: Metropolis Verlag 2021. 158 Seiten. ISBN 978-3-7316-1345-9; broschiert, auch als eBook.

Zum Inhalt:
Die großen Herausforderungen unserer Zeit sind ökologische Fragen oder Problemfelder mit einer ökologischen Dimension: Klimawandel, Migration, Armut, weltweite Gesundheit sowie Krieg und Terrorismus. Der Umbau unserer fossilen Energie- und Mobilitätsgesellschaft wird nur gelingen, wenn alle Länder, Gemeinschaften, Weltanschauungen und Religionen ihren Beitrag dazu leisten können und auch ernst genommen werden. Gestützt auf die vorab erfolgten Analysen säkularer, jüdischer, christlicher und islamischer Natur-, Umwelt- und Schöpfungsvorstellungen stellt der vorliegende Band gemeinsame und unterschiedliche Sichtweisen nebeneinander, diskutiert mögliche Gemeinsamkeiten und Differenzen aus transsäkularer und interreligiöser Perspektive und arbeitet Prinzipien für eine mögliche weltanschauungsübergreifende Umweltordnung und eine nachhaltige Weltgesellschaft heraus.
Bestellungen über uns: creality@bluewin.ch - wir leiten Ihre Bestellung gerne an den Verlag weiter - oder direkt beim Verlag.
Dieser Band ist Bestandteil einer fünfbändigen Reihe.
Gesamtprospekt der vollständigen Buchreihe hier.

Buchhinweis:
Christian J. Jäggi
Elemente einer ökologischen und nachhaltigen Gesellschaftsordnung im Islam. Bausteine ökologischer Ordnungen. Band 4.
Marburg: Metropolis Verlag 2021. 148 Seiten. ISBN  978-3-7316-1344-2; broschiert, auch als eBook.

Zum Inhalt:
Die Frage nach dem Ausstieg aus der fossilen Energie- und Mobilitätsgesellschafts betrifft besonders auch islamische Staaten, weil ein Grossteil des weltweit verbrauchten Öls aus dem arabischen Raum, aus dem Iran, aus Nigeria und nordafrikanischen Staaten stammt. Sieben der wichtigsten zehn Erdöl fördernden Länder besitzen eine mehrheitlich islamische Bevölkerung. Viele diese Staaten sind durch hohes Bevölkerungswachstum und eine sehr junge Bevölkerung gekennzeichnet. Armut und Reichtum, Gewalt und religiöse Toleranz, ökologische Stressfaktoren und wirtschaftliche Entwicklung gehen oft Hand in Hand. Vor diesem Hintergrund ist es mehr als dringend, den möglichen Beitrag des Islams an einen ökologischen Umbau der Weltgesellschaft zu thematisieren, die Sicht des Islams auf Umweltfragen in den Blick zu nehmen und Vorstellungen und Konzepte islamischer Denkerinnen und Denker zu einer ökologischen Weltordnung aufzunehmen und zu diskutieren. Ausgehend von koranischen Texten und der islamischen Tradition, den Hadithen, werden im vorliegenden Band ökologisch relevante Werte und Normen des Islams dargestellt, diskutiert und vor dem aktuellen innerislamischen Diskurs auf ihren Beitrag zur Lösung der globalen Umweltkrise hin thematisiert.
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Buchhinweis:

Christian J. Jäggi
Elemente einer ökologischen und nachhaltigen Gesellschaftsordnung im Christentum. Bausteine ökologischer Ordnungen. Band 3.
Marburg: Metropolis Verlag 2020. 246 Seiten. ISBN 978-3-7316-1343-5; broschiert, auch als eBook.

Zum Inhalt:
Während sich ökologische Probleme wie Klimawandel, durch Trockenheit verursachte Waldbrände, Absinken des Grundwasserspiegels, Plastikabfälle usw. laufend verschärfen, streitet sich die Politik vielerorts immer noch darüber, ob die Umweltprobleme von den Menschen verursacht sind oder nicht, statt an praktikablen und nachhaltigen Lösungen zu arbeiten. Dabei hätten die grossen Religionen – darunter das Judentum, das Christentum und der Islam – einen wichtigen Beitrag zur Lösung der Umweltproblematik beizutragen. Der vorliegende Band analysiert und diskutiert Vorstellungen des biblischen Christentums zu Ökologie und Umwelt, arbeitet Lösungsansätze aus christlicher Sicht heraus und hinterfragt neuere und neuste Texte der christlichen Kirchen sowie christlicher Theologinnen und Theologen zur Ökologiethematik.  
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Buchhinweis:  
Christian J. Jäggi
Elemente einer ökologischen und nachhaltigen Gesellschaftsordnung im Judentum. Bausteine ökologischer Ordnungen. Band 2.
Marburg: Metropolis Verlag 2019. 212 Seiten. ISBN 978-3-7316-1342-8; broschiert, auch als eBook.

Zum Inhalt:
Wie die aktuelle ökologische Diskussion um die drängenden Themen wie Klimawandel, fossile Energiequellen, Verschmutzung der Meere oder Biodiversität zeigt, wird die Lösung von Sachfragen oft durch weltanschauliche oder ideologische Polarisierungen verhindert. Erstaunlich still zu ökologischen Fragen sind bisher die wichtigsten Weltanschauungssysteme – nämlich die großen Weltreligionen – geblieben. Dabei haben die Religionen Wesentliches zu Fragen wie Ökologie, Nachhaltigkeit und intergenerationale Gerechtigkeit zu sagen. Für die Errichtung einer globalen ökologischen Grundordnung wird man nicht darum herumkommen, auch die Beiträge der großen Religionen wie Judentum, Christentum und Islam einzubeziehen. Der vorliegende Band befasst sich schwergewichtig mit ökologischen Grundvorstellungen im Schrifttum des antik-klassischen Judentums – also in Tanach und Talmud –, und punktuell mit rabbinischen Vorstellungen, mit Stellungnahmen jüdischer Autoren im Mittelalter und mit den Positionen jüdischer Autoren unserer Zeit zu diesem Fragenkomplex.

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Buchhinweis:  
Christian J. Jäggi

Ökologische Ordnung, Nachhaltigkeit und Ethik. Problemfelder – Modelle – Lösungsansätze. Bausteine ökologischer Ordnungen. Band 1.
Marburg: Metropolis Verlag 2018. 180 Seiten. ISBN 978-3-7316-1341-1: broschiert, auch als eBook.
Zum Inhalt:

Die ökologische Diskussion konzentriert sich heute vor allem auf konkrete Problemfelder und Themen wie Klimawandel, fossile und erneuerbare Energien, Mobilität und Verkehr. Dabei gehen nicht selten grundsätzliche Fragen der ökologischen Grundordnung vergessen. Ausgehend von Fragen der ökologischen Ethik und der Umweltethik thematisiert der vorliegende Band Grundfragen ökologischer Ordnungen vor dem Hintergrund sozialer Zusammenhänge und ökonomischer Gegebenheiten. Im Besonderen werden ordnungspolitische Aspekte im Zusammenhang mit der Biodiversität, Rohstoffressourcen, dem nutzbaren Boden und dem Abfallproblem diskutiert. Ein Schwergewicht liegt auf Fragen sozialer Ökologie, öko-sozialer Marktwirtschaft, dem Verhältnis von Ökologie und Demokratie, Ökologie und sozialer Gerechtigkeit sowie dem Zusammenhang von ökologischen Risiken und ökologischem Handeln. Kritisch hinterfragt werden Ansätze wie die Green Economy, die Blue Economy, der Zero Emission-Ansatz, Fragen einer Tierethik und weitere mögliche Lösungsstrategien.
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Buchhinweis:   

Christian J. Jäggi:
Ökologische Baustellen aus Sicht der Ökonomie: Verlierer – Gewinner – Alternativen.
Wiesbaden: Springer Gabler Verlag 2017. 172 Seiten. ISBN 978-3-658-16821-6; broschiert, auch als eBook.
Zum Inhalt:
Dieses Fachbuch beschäftigt sich mit ökologischen Fragestellungen, die in der öffentlichen Diskussion zu wenig Beachtung finden. In vielen Bereichen bleiben die Lösungsansätze und geforderten Maßnahmen eigenartig vage oder werden einseitig ökonomischen Sachzwängen oder Partikularinteressen unterordnet. Der Autor thematisiert exemplarisch unter anderem Probleme der Mobilität, des Lärms und des Elektrosmogs. Dabei wird immer gefragt, wer ökonomisch von diesen Baustellen und der heutigen Situation profitiert und wer die Kosten bezahlt. Konkret zeigt sich das im Gesundheitsbereich, der einerseits einen wachsenden Markt darstellt, anderseits aber auch hohe Kosten verursacht. Schließlich werden mögliche Strategien und Lösungsansätze diskutiert. Der Band richtet sich einerseits an Fachpersonen im Bereich Ökologie und Ökonomie, anderseits sind auch interessierte Leserinnen und Leser angesprochen, die sich mit aktuellen ökologischen und volkswirtschaftlichen Fragen auseinandersetzen wollen.
Bestellungen über uns:  creality@bluewin.ch - wir leiten Ihre Bestellung gerne an den Verlag weiter - oder direkt beim Verlag.

 
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